E S R E I C H T !
Wie Bayern seine Landschaft systematisch zerstört!
Die Karte "Bayern sieht ROT" soll aufrütteln! Sie soll zeigen, was auf uns zukommt! Sie soll motivieren uns gegen diese Pläne zu wehren,
wenn wir eine zerstörte Landschaft verhindern wollen. Das wäre der Preis für eine Technologie,
die keine Versorgungssicherheit bietet und uns von der Laune des Wetters abhängig macht.
Die Ankündigung der Zerstörung der bayerischen Landschaft ist mittlerweile schon 3 Jahre alt.
Ausgangspunkt war das sogenannte Wind-an-Land-Gesetz, bei dem die Koalition aus SPD, Grünen und FDP die treibende Kraft war.
Im Jahr 2021 und 2022 [1] folgte der Umschwung in Bayern und die 10H-Regelung wurde sang- und klanglos entsorgt.
Mit dem Wegbereiter Hubert Aiwanger (Freie Wähler) [3] hat der Ministerpräsident Markus Söder (CSU) [4] eine 180-Grad-Wende hinsichtlich
Natur- und Landschaftsschutz hingelegt.
Unglaublich und befremdlich erscheint die Forderung des Naturschutzverein BUND e.V. sogar 10.000 Windenergieanlagen [2] in Bayern zu errichten!
Dass die bayerische Landesregierung "nur" 1.000 Anlagen plane, war eine politische Aussage, die aufgrund der nachfolgenden Tabelle bezweifelt werden kann.
Auch der Abstand zur Wohnbebauung mit 1000 Meter ist nicht allgemein verbindlich und beträgt bei vielen Planungsregionen nur 800 Meter.
Bei gemischten Bauflächen oder Wohnnutzungen im Außenbereich kann dieser Wert bis auf 550 Meter sinken.
Die Bevölkerung auf dem Land wird somit schlechter behandelt als die in größeren Gemeinden oder Städten!
Gemäß Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) ist für Bayern ein Flächenbeitragswert bis zum 31. Dezember 2027 von 1,1 % der Landesfläche
und bis zum 31. Dezember 2032 von 1,8 % der Landesfläche zu leisten. Bei einer Fläche von 70.550 km² [7] sind dies 1.269,9 km²
oder 126.990 ha (Hektar). Bei einem Raumbedarf für ein einzelnes Windrad von 10-25 ha wären damit 5.000 Windenergieanlagen problemlos realisierbar.
Wer glaubt, dass solche Ideen bei den Windkraftbefürwortern nicht existieren, wird in den nächsten Jahren schockiert aufwachen,
wenn die JETZT geplanten Vorranggebiete nach und nach mit 300m hohen Windrädern bestückt werden.
In Bayern gibt es 18 Planungsregionen [9][5], die für die Umsetzung des Windenergieflächenbedarfsgesetz verantwortlich sind.
Die Dokumente, die man auf den Webseiten der Planungsverbände findet, unterscheiden sich stark voneinander. Manche Daten z.B. Bestandsdaten
werden bestenfalls oberflächlich beschrieben und eine systematische Darstellung der aktuellen Planung gestaltet sich schwierig.
Die Angaben zur Anzahl der Vorranggebiete (VRG), die Größe der ausgewiesenen Fläche und der erreichte Flächenbeitragswert lassen sich jedoch in offiziellen Dokumenten finden.
Hier eine Übersicht:
Was fällt auf?
Bereits jetzt wurden rund 1.500 Vorranggebiete ausgewiesen. Die Anzahl möglicher Windenergieanlagen pro Vorranggebiet beträgt typischerweise
zwischen 3 und 8 Anlagen. Es werden also viel mehr Anlagen gebaut werden, als uns die Politik weismachen will.
Weiterhin zeichnet es sich ab, dass Nordbayern mehr Flächen ausweist, da der Süden nicht genügend geeignete Flächen haben soll.
Richtig ist, dass in den Umweltunterlagen die Windhöffigkeit der südlichen Planungsgebiete mit noch schlechteren Werten angegeben wird als in anderen Teilen des Landes.
Erschreckend ist, wie wenig Rücksicht auf Landschaftsschutzgebiete genommen wird und wie sehr der Erholungswert des Bayerischen Waldes und des Voralpengebietes leiden wird.
Mit der sogenannten Energiewende zerstören wir unsere Landschaft und Natur ohne einen Vorteil zu erzielen!
Was kann man dagegen tun? Das Wichtigste ist, sich und andere Bürger über die Nachteile und Probleme der Energiewende zu informieren.
Dafür gibt es die verschiedensten Quellen (siehe
Literatur
und
Vorträge und Videos).
Werden Sie aktiv und engagieren Sie sich in Bürgerinitiativen.
Schreiben Sie Briefe an Ihre lokalen Politiker und machen Eingaben bei den Planungsbehörden.
Doch erwarten Sie nicht zuviel. Wer schon mal persönlich erlebt hat, wie rigoros 1000 - 2000 Einwendungen [6] vom Tisch gefegt wurden, glaubt nicht
mehr an die Berücksichtigung von sachlichen Argumenten bzw. eine Rücksichtnahme auf das Wohl der Bürger.
Aktuell bleibt die Option bei den nächsten Wahlen ein Zeichen des Protestes (vergleichbar siehe [10]) zu setzen und eine Partei oder einen Politiker zu wählen, die/der diesen Irrsinn ablehnt und andere Wege (siehe
Energiepolitik von England, Frankreich oder Polen) beschreiten will. Und davon gibt es mehr als eine Partei und genug Alternativen.
Reiner Pracht
Flyer
Wollen Sie diese Informationen an Freunde, Bekannte und Nachbarn weitergeben?
Dann drucken Sie dieses PDF aus!
Dies gilt auch, wenn Sie in einer Bürgerinitiative aktiv sind.
Nutzen Sie Online-Druckereien, wenn Sie eine größere Stückzahl benötigen.
Der Flyer ist dafür vorbereitet!
Wenn Sie noch keine Erfahrungen mit Online-Druckereien haben, kann ich Sie dabei unterstützen.
Klicken Sie einfach
diesen Link an und wählen Sie die gewünschte Anzahl von Flyern.
Status 02.02.2026:
Alle Planungsregionen vollständig
Links der Planungsregion 10 teilweise fehlerhaft (beeinflusst aber nicht die Karte)
Daten einiger Planungsregionen noch nicht vollständig
Der Großteil der existierenden 1164 bayerischen Windenergieanlagen fehlt auf der Karte.
Grund: Sie sind nicht Bestandteil der offiziellen Tekturkarten